Wissenswertes über Aphten

Wenn es im Mund wie Feuer brennt, obgleich man lediglich ein Glas Saft zu sich genommen hat, hat man wahrscheinlich Aphten im Mund. Zieht man die Unterlippe für eine sorgfältige Untersuchung nach unten, ist es möglich, auf der Innenseite eventuell weißliche, linsengroße Flecken zu erkennen. Genau diese sind für die Schmerzen verantwortlich.

Auslöser

Bei Aphten geht es um schmerzhafte Defekte in der Mundschleimhaut. Sie können in dem gesamten Mundraum vorkommen, oft in den Innenseiten von den Wangen, den Lippen oder unter und auf der Zunge. Sehr oft werden sie von einem Virus verursacht, der Herpes simplex Virus genannt wird. Mit Sicherheit kennt man zahlreiche Menschen, welche an Herpes erkrankt sind. Dieser betrifft insbesondere die äußere Lippe. Er bildet rote und manches Mal ebenso schmerzhafte Krusten. Grundsätzlich sind Aphten ebenso als Herpes anzusehen, lediglich innerhalb des Mundes. Mindestens 90 Prozent aller Menschen infizierten sich mit diesem Herpes simplex Virus in ihrer Kindheit. Eigenartig bei dem Erreger ist, dass dieser nach einer einmaligen Ansteckung ein ganzes Leben lang im Körper verbleibt. Wenn man gesund ist beziehungsweise das Immunsystem gut arbeitet, kann der Herpes-Virus keinerlei Schaden anrichten. Hat man hingegen viel Stress, ist geschwächt oder krank, besteht die Möglichkeit, dass der Virus erneut die Oberhand gewinnt und ausbricht. Das bedeutet, dass Aphten entstehen.

Symptome

Die Beschwerden sind ganz typisch: Als Erstes beginnt die betreffende Stelle zu brennen oder zu kribbeln. Etwas später entwickelt sich in der Schleimhaut ein kleines Loch, welches mit einem gelblichen oder grauweißen Belag überzogen ist. Diese schmerzhafte Stelle ist oval oder rund, linsengroß und von einem entzündlichen, roten Rand umgeben. Aphten können im ganzen Mundraum auftreten, bevorzugt unter oder auf der Zunge, auf dem Zahnfleisch, in den Wangenschleimhäuten, am seitlichen Zungenrand oder auf der Innenseite von den Lippen. Die Schleimhäute im Genitalbereich sind selten betroffen. Im Normalfall sind die Aphten schmerzhaft, jedoch harmlos. Wie unangenehm man diese Schleimhautverletzungen empfindet, hängt von der Größe, Anzahl und der Stelle ab, an welcher sie vorkommen. Eine sehr beanspruchte Stelle, wie etwa die Zungenspitze wird mehr Beschwerden hervorrufen im Gegensatz zu einer Aphte, die sich hinteren Wangenbereich befindet. Zum Glück heilen diese kleinen, schmerzhaften Stellen oft nach ungefähr sieben Tagen von allein ab.

Diagnose und Behandlung

Anhand des klassischen Aussehens und den Begleitsymptomen ist es dem Arzt möglich, ziemlich zuverlässig die Diagnose zu stellen. Die Therapie ist abhängig von der Ursache. Wenn eine Immunschwäche oder eine chronische Krankheit vorliegt, ist diese zu behandeln. Selbst Aphten, die regelmäßig und immer wieder vorkommen, sollte man medizinisch abklären und überwachen lassen. Man kann versuchen, dass man die Schmerzen lindert und die Abheilung beschleunigt. Dazu ist es möglich, von der Apotheke schmerzstillende Lutschtabletten, Salben oder Tinkturen zu besorgen. Hierzu sollte man den Arzt oder den Apotheker fragen.

Was man bei Aphten selbst unternehmen kann

Es empfiehlt sich, Nahrungsmittel zu meiden, die sauer oder scharf sind, wie zum Beispiel Tomaten, Zitrusfrüchte, Obstsäfte, essighaltige Salatsoßen und Vergleichbares. Wichtig ist zudem auf eine gründliche Mundhygiene zu achten. Selbst mit Mundspülungen besteht die Möglichkeit, die Schmerzen zu lindern. Beim Zähneputzen sollte man vorsichtig sein und die Aphten nicht noch zusätzlich mechanisch reizen.

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